Die Elbe scheidet die Geister

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|  Schiffsverkehr auf der Elbe bei Roßlau. (MZ-Foto: André Kehrer)
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Wirtschaft glaubt an Wasserstraße - Umweltschützer: Fahrrinne ist viel zu flach
Halle/MZ, von Christian Schafmeister, 11.02.07
Halle/MZ. Die Wirtschaft und die Landesregierung in Sachsen-Anhalt setzen weiter große Hoffnungen auf den Ausbau von Elbe und Saale. "Gerade die Elbe hat noch ein riesiges Potential als Wasserstraße", betont Jörg Rusche, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Binneschifffahrt und denkt dabei an den Containerverkehr im Hinterland des Hamburger Hafens. "Das Wachstum im Güterverkehr haben wir in Hamburg schon heute." Weiteres Wachstum erwartet derweil auch der Chemiestandort Leuna und setzt ebenfalls auf den Ausbau von Saale und Elbe. "Die Wasserstraßen könnten eine bedeutende Rolle spielen und zu einer Ergänzung im Räderwerk der Logistik werden", versichert Olaf Castelle von der Standortgesellschaft Infraleuna.
Doch die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Verkehr sind nicht optimal, räumen die Akteure ein. So müsse noch die Schachtschleuse Tornitz in der Saale gebaut werden. Zwar steht das Projekt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans, doch das Magdeburger Verkehrsministerium erwartet den Baustart dort nicht vor 2011. Die erforderlichen Daten für eine Umweltverträglichkeitsprüfung sollen Ende des Jahres vorliegen. Die Hoffnungen im Ministerium sind aber bereits groß. "Das ist die letzte noch fehlende Maßnahme für den wirtschaftlichen Verkehr auf der Saale."
"Die Wirtschaft hat sich von der Elbe lange verabschiedet." Ernst-Paul Dörfler Elbe-Experte beim BUND Einschränkungen ergeben sich allerdings auch an der Elbe in Raum Magdeburg.......
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