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Elbe-Saale-Nachrichten

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Portrait Manfred Sprinzek

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mit dieser Nachricht erhalten Sie aktuelle Neuigkeiten des Elbstromvereins e.V., des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V. sowie des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e.V..

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr
Manfred Sprinzek

Lesen Sie heute:

Die Leiter der Wasserstraßenämter zu aktuellen Arbeiten, zur Perspektive der Schifffahrt und zum Elbe-Saale-Kanal



Friedrich Koop, Leiter des WSA Magdeburg

Behördenchef: Bis 48 Zentimeter sinkt der Elbpegel nie wieder ab

Volksstimme.de 12.08.2008, von Karl-Heinz Kaiser

Volksstimme: Wie weit ist die Flussunterhaltung auf der Magdeburger Flusstrecke vorangeschritten?

Friedrich Koop: Ziel ist, für die Schifffahrt wieder Verhältnisse wie vorm Jahrhunderthochwasser 2002 zu erreichen. Das hatte auch in Magdeburg erhebliche Schäden hinterlassen. Aber inzwischen sind wir in der Stadtstrecke so gut wie durch mit den Reparaturen. Jährlich setzen wir immerhin rund vier Millionen Euro für die Gewässerunterhaltung im Amtsbereich und damit für die Verbesserung der Schifffahrt ein. Ein großer Teil wurde in Magdeburg verbaut.

Volksstimme: Wie stellt sich heute die Strecke für die Schifffahrt dar?

Friedrich Koop: Die Magdeburger Stadtstrecke gehört zur Elbestrecke 5. Zusammen mit der Strecke 6 verbindet sie die Saalemündung mit dem Kanalnetz am Wasserstrassenkreuz Magdeburg. Die Strecke 5 – übrigens nur eine behördliche Aufteilung – und die Elbstrecke 6 sind am besten in Schuss. Hier können wir der Schifffahrt bis auf wenige Tage im Jahr eine Fahrrinnentiefe von mindestens 160 Zentimeter zur Verfügung stellen. Das sind die besten Werte in unserem Einzugsbereich. Ein großes Plus für die Schifffahrt

Volksstimme: Die soll das angeblich aber gar nicht nutzen ... Friedrich Koop: Ich kann diese Behauptung, die immer wieder von Umweltaktivisten wiederholt wird, nicht akzeptieren. Verkehrsentwicklung und Prognosen belegen etwas anderes. So ist der Containertransport von Hamburg ins Binnenland zu neuer Blüte gewachsen. 2007 wurde eine Steigerung gegenüber 2006 um 128 Prozent erreicht. Ende Juli 2008 hatten wir bereits die Transportmenge des gesamten Jahres 2007 erreicht. Das bedeutet, dass gerade im dynamisch wachsenden Containerbereich die Eigenschaften der Elbe mit ihren großen Durchfahrtshöhen gute Voraussetzungen für kostengünstige Transporte bieten.

Verfahren klären, ob richtig oder falsch

Volksstimme: Für den Kanal ist das Raumordnungsverfahren gestartet. Es gibt schon jetzt Widerstände und Vorwürfe der Nutzlosigkeit. Ist das so?

Henrik Täger: Ob all die Einwände zutreffen oder nicht, sollen ja das Raumordnungsverfahren bzw. Planfeststellungsverfahren ermitteln. Fakt ist, dass feststeht, dass der Kanal, der parallel zur Saale verläuft, den Grundwasserabfluss nicht merkbar beeinflussen wird. Die Hochwassersituation wird nicht tangiert. Das haben wir an rechnergestütztem Modell nachgewiesen.

Henrik Täger, Leiter Wasserstraßen-Neubauamt

Volksstimme: Aber die Martin-Luther-Universität hat eine Aussage getroffen, nach der die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben sei. Was sagen Sie dazu?

Henrik Täger: Das renommierte PLANCO-Institut hat mit seinen Erfahrungen die Randbedingungen für die Wirtschaftlichkeit, wie Transportbedarf der Region, Struktur der Binnenschifffahrt, Kostenstrukturen der verschiedenen Verkehrsträger, Wasserverhältnisse an Saale und Elbe usw. erfasst und eine belastungsfähige Prognose erarbeitet. Ich bin erstaunt, dass das Institut der Martin-Luther-Universität ihre mit stark vereinfachten, z. T. falschen Annahmen erarbeitete Studie so beharrlich vertritt, obwohl ihr die fachlichen Defizite von PLANCO deutlich gemacht worden sind. PLANCO geht in der Prognose für das Jahr 2015 davon aus, das dann beladene Schiffe zwischen 600 und 1000 t transportieren. Die Uni Halle setzt dagegen, dass derzeit auf der Elbe durchschnittlich nur 317 t transportiert werden und bezieht dabei auch die nicht beladenen Schiffe mit ein. Das ist ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.

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Die Elbe als lebensnotwendige Wasserstraße



Prof. Dr. Fritz Heinrich Vorstandssprecher

Pressemitteilung Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein e.V.

Sowohl für den fast alternativlosen Schiffstransport von sperrigen und schweren Projektladungen (z.B. Flügel von Windkraftanlagen bis zu 300 t schwere Dampfturbinen, Transformatoren) als auch für die Touristenschifffahrt der Sächsischen Dampfschifffahrt ist die ständige Instandhaltung/Unterhaltung der Wasserstraße Elbe unabdingbar.

So führten z.B. aus politischem Willen jahrelang unterlassene Unterhaltungsarbeiten am Elbstrom in 2003 dazu, dass schon bei Pegel Dresden von 95 cm der Betrieb der sehr flachgehenden Dresdner Seitenraddampfer derart eingeschränkt werden musste, dass es zu einem Umsatzverlust von über 1 Mio. € für die Dampfschifffahrtsgesellschaft kam.

Gegenwärtig kann noch bei Pegelstand 75 cm infolge seit 2005 wieder aufgenommener Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten am Flussbett der Linienverkehr der sächsischen Raddampferflotte durchgeführt werden.

Die Elbe als internationale Wasserstrasse befindet sich aber zurzeit immer noch in einem Zustand, der bei Niedrigwasser eine wirtschaftliche Güterschifffahrt zum Teil nicht zulässt und der Fahrgast-, Hotel- und auch Sportschifffahrt Beschränkungen auferlegt....

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Binnenschiffe transportieren so viele Güter wie noch nie

Rekordergebnis im Jahr 2007

aus: REPORT - NR. 3, 2008, INFORMATIONEN DES BUNDESVERBANDES DER DEUTSCHEN BINNENSCHIFFAHRT E. V.

Destatis hat am 22. Juli 2008 die endgültige Zahl der im Jahr 2007 mit dem Binnenschiff transportierten Güter veröffentlicht:

249 Mio. Tonnen - ein absolutes Rekordergebnis.
Die Beförderungsmenge in der Binnenschifffahrt schwankt laut Statistischem Bundesamt bereits seit Ende der 60er Jahre zwischen 200 und knapp 247 Mio. Tonnen. Der in den letzten Jahren niedrigste Wert war 2003 mit knapp 220 Mio. Tonnen.
Unter deutscher Flagge wurden im vergangenen Jahr 84,11 Mio. Tonnen transportiert, was einer Steigerung von 2,5 % entspricht (2006: 82 Mio. Tonnen). Die Verkehrsleistung in der Binnenschifffahrt stieg von 63,97 Mrd. tkm im Jahr 2006 auf 64,72 Mrd. tkm im Jahr 2007 (+741 Mrd. tkm, 1,2 %). Der
Anteil der deutschen Flotte erhöhte sich dabei um 2,4 % von 20,64 Mrd. tkm auf 21,14 Mrd. tkm.

Lesenswert sind die von Destatis angestellten Vergleiche der Verkehrsträger, die erkennen lassen, dass die Binnenschifffahrt ein unerlässlicher Verkehrsträger ist:

  • Bei 249 Mio. Tonnen Gütern ersetzten die Binnenschiffe rund 10 Mio. Lkw-Fahrten mit jeweils einer Nutzlast von 24 Tonnen. Dafür müssten im Durchschnitt 28.500 Lastkraftwagen täglich eingesetzt werden, wie die Statistiker erklärten.Dies würde hintereinander aufgestellt einer Lkw-Kolonne von etwa 570 Kilometern Länge von München bis Köln entsprechen.

  • Auf der Eisenbahn hätten diese Transporte den Einsatz von etwa 6,2 Mio. Güterwagen jährlich mit jeweils 40 Tonnen Nutzlast zur Folge. Das deutsche Schienennetz würde pro Tag um zusätzlich 17.100 Güterwagen belastet werden.



671 Mio. Euro für Wasserstraßeninfrastruktur

aus: REPORT - NR. 3, 2008, INFORMATIONEN DES BUNDESVERBANDES DER DEUTSCHEN BINNENSCHIFFAHRT E. V.

Der Bundeshaushalt 2009 lässt ein neues Rekord-Hoch für die Wasserstraßeninfrastruktur erwarten.
565 Mio. Euro standen 2008 für Erhaltungs- und Ausbaumaßnahmen an deutschen Bundeswasserstraßen zur Verfügung.
Im nächsten Jahr sollen es 671 Mio. Euro sein – eine Steigerung um 106 Mio. Euro!

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Leserbriefe

Karl Jüngel: Leserbriefe an die MZ und Volksstimme

Im Moment ist in Mitteldeutschland die Diskussion um den Saale- Kanal bei Tornitz ein heiß umstrittenes Thema. Dabei sollte vor allem Sachlichkeit gefragt sein. Am  Sonntag, den 03.August 2008 lief im Fernsehen in der 19.00 Uhr Sendung „Sachsen-Anhalt heute“ ein Beitrag über das Elbe- Saale- Camp bei Barby. In der Sendung  kam der der Organisator dieser Veranstaltung, Herr Dr. Dörfler zu Wort. Er erklärte fast wörtlich: „Hier bei Barby ist die Fahrrinne der Elbe nur 1,0 m tief, ein Europaschiff braucht aber 2,50 m, zzgl. die sog. Handbreit Wasser unterm Kiel.“ Mit diesen Äußerungen versuchte er zubegründen, dass die Vollendung des Saaleausbaus durch den Schleusenkanal Tornitz und die umweltfreundliche Schifffahrt auf der Elbe überhaupt unsinnig sei.  

 

Richtig ist, dass an diesem Tage die Fahrinnentiefe auf der Strecke 5 Saalemündung-Rothenseer-Verbindungskanal (RVK) 143 cm betrug.  Diesen Wert habe ich nicht erfunden, sondern er ist dem täglichen Meldedienst der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost  (Internet) entnommen....

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Hansjörg Köhler an die Elbe-Saale-Nachrichten

Aus der Ferne (Augsburg) beobachte ich die Aktivitäten des Herrn Dr. Dörfler vom BUND. Eines steht fest: Dr. Dörfler mag ja für die Umwelt sein, aber in erster Linie ist er Binnenschifffahrts-Gegner. Warum ist er nicht gegen Flugverkehr oder 40 t - Lastwagen? Warum bekämpft er ausgerechnet das umweltfreundliche Verkehrsmittel?  Natürlich ist Binnenschifffahrt auch mit Unterhaltung und Ausbau der Wasserstraßen verbunden, nicht anders als z.B. bei den Autobahnen. Was den Tornitzer Kanal betrifft, stelle ich fest, dass Dr. Dörfler als Verhinderungsgrund nun nicht mehr Umweltschäden, sondern (zwangsläufig und ersatzweise) wirtschaftliche Argumente einsetzt. Davon scheint er jedoch nicht viel zu verstehen oder er manipuliert. Übrigens gibt es zum Tornitzer Kanal schon lange ein vergleichbares Bauwerk: den Umgehungskanal von Gerlachshausen, welcher die berühmte Volkacher Mainschleife abkürzt. Den alten Main hat sich die Natur zurückgeholt, er ist auch kaum mehr schiffbar (bis auf wenige flachgehende Sportboote). Da kann doch Herr Dr. Dörfler einmal eine Exkursion dorthin unternehmen und studieren, wie sich Natur und Schifffahrt vereinen lassen....

Schöne Grüße aus Bayern
Hansjörg Köhler Rupprechtstr. 1  86157 Augsburg

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BUND benutzt Stellungnahme

Mit einem an die Medien verlinkten Gefälligkeitsgutachten versucht Dr. Dörfler den Saale-Seiten-Kanal zu verhindern

aus: Binnenschifffahrt – ZfB – Nr. 7 – 2008

Als sich unsere Juni-Ausgabe in der Druckvorbereitung befand, unternahm der BUND mit seinem sogenannten Elbe-Saale-Schützer Dr. Ernst-Paul Dörfler einen der wohl bisher hinterhältigsten Angriff e auf die Binnenschifffahrt auf Elbe und Saale. Der BUND hatte sich eine – so der offi zielle Titel – »Kurzstellungnahme zum Vorhaben‚ Ausbau der unteren Saale – Schleusenkanal Tornitz« von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) anfertigen lassen, die das Datum 27.04.2008 trägt und uns vorliegt.Im Juni verkaufte Dörfler diese Kurzstellungnahme als »Gutachten« an dieMedien, die natürlich sowohl in Presse, Funk und Fernsehen ihre Geschütze auf den Saale-Seiten-Kanal (auch Schleusenkanal Tornitz genannt) richteten,ohne bei den Fachleuten der Sachlichkeit halber nachzufragen.

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Magdeburg WNA-Leiter Henrik Täger bei der Widerlegung der »Stellungnahme von Prof. Dr. Hans-Ulrich Zabel von der mlu Halle/Wittenberg
Elbschifffahrtstag 2008


Der diesjährige Elbschifffahrtstag findet am 28. November 2008 in der Handelskammer Hamburg statt.

aus: Binnenschifffahrt – ZfB – Nr. 7 – 2008

Der diesjährige Elbschifffahrtstag findet am 28. November 2008 in der Handelskammer Hamburg statt.
Beim Elbschiff fahrtstag 2008 am 28. November in der Handelskammer Hamburg soll diskutiert werden, wie sich der Güterverkehr im Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens im Zusammenhang mit dem internationalen Handel entwickelt und welche Funktion die Binnenschiff fahrt im Elbstromgebiet dabei übernehmen könnte.
Das Güterverkehrsaufkommen im Hinterlandverkehr des Hamburger Hafen wächst dynamisch. Die Elbe ist wiederum angesichts ihrer günstigen Lage in den Logistikketten ein natürliches Verbindungsglied zwischen den Märkten in Mittel- und Osteuropa sowie des Hamburger Hafens.
Ziel des Elbschifffahrtstages 2008 ist daher, das Potenzial der Elbe herauszustellen und aktuelle Entwicklungen in der Elbepolitik aufzuzeigen. Neben Referenten aus dem Reederei-, Transport- und verladenden Gewerbe werden Vertreter aus Verwaltung, Verbänden und Politik erwartet.

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Labe-Elbe 2010

Die Aktionsfahrt „LABE-ELBE 2010“ startet am 4. September 2008

aus: REPORT - NR. 3, 2008, INFORMATIONEN DES BUNDESVERBANDES DER DEUTSCHEN BINNENSCHIFFAHRT E. V.

Die Aktionsfahrt „LABE-ELBE 2010“ startet am 4. September 2008 mit einer Eröffnungsveranstaltung in Prag und endet am 23. September 2008 in Hamburg.Die weiteren Stationen des Schubverbandes, ausgerüstet mit einemAusstellungszelt, sind Litomerice, Děčìn, Dresden, Aken, Magdeburg undWittenberge. Ziel der Aktion ist es, mit Hilfe von Ausstellungsexponaten undverschiedenen Veranstaltungen die Bedeutung der Elbe als Verkehrsweg undKulturlandschaft für die wachsende Wirtschaft und für den Tourismus aufzuzeigen.Die Aktion wird von der Kammerunion Elbe/Oder koordiniert. Der Schubverband für die Ausstellung wird von der Deutschen Binnenreederei AG zur Verfügung gestellt.

Mittel zur Regelung eines Flusslaufes



aus: Wussten Sie...?

von Rolf Lack

Durch die Festlegungen im Wiener Friedensvertrag von 1815 das Gewässerbett „fest und unverrückbar“ zu gestalten, waren Regelungen am Ufer und auf der Sohle erforderlich.
Diese Forderung findet man heute im Wasserhaushaltsgesetz und den jeweiligen Landeswassergesetzen wieder: „Der langjährige Zustand“ ist zu erhalten, d. h. der Fluss muss wieder in sein Niedrigwasserbett zurückkehren.

Diese Forderung kann u. a. durch Längs- und Querbauwerke im Gewässerbett erfolgen.

Längsbauwerke

  • Uferdeckwerke: Pflasterung unmittelbar an der Uferböschung
  • Leitwerke: Damm parallel zur Uferböschung im Gewässer (Material: Sandsäcke, Steine)

Querbauwerke

  • Buhnen: wie Finger quer zur Fließrichtung vom Ufer in das Gewässer hineinragend (Material: Sandsäcke, Steine)
  • Sohlschwellen: Querdämme auf der Sohle zur Festlegung der Sohle (Material: Sandsäcke, Steine)

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