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Elbe-Saale-Nachrichten

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Portrait Manfred Sprinzek

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mit dieser Nachricht erhalten Sie aktuelle Neuigkeiten des Elbstromvereins e.V., des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V. sowie des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e.V..

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr
Manfred Sprinzek

Lesen Sie heute:

"Wenn der Kanal scheitert, dann nicht am Geld"



Ein Schubverband lädt im Magdeburger Hafen Container. Die Binnenreederei nutzt diesen Schiffstyp, da die Last auf mehrere "Anhänger" (Leichter) verteilt werden kann, so dass sie weniger tief ins Wasser tauchen als große Motorgüterschiffe. So sind auch größere Tonnagen auf einem Niedrigwasserfluss wie der Elbe wirtschaftlich möglich.Foto: Uli Lücke

Seit Jahren gilt die Schifffahrt auf Elbe und Saale als Problemfall und der Bau eines Saalekanals als fragwürdig. Dabei nutzen Binnenschiffer heute schon Schiffstypen, mit denen sie große Gütermengen auch auf flachen Flüssen transportieren. Der Kanalbau erscheint in einem anderen Licht als es Umweltschützer darstellen. Die Landesregierung forderte die Bundesregierung auf, das Planverfahren endlich zu beginnen.

Magdeburg. Ernst Paul Dörfler, oberster Flussausbaugegner Sachsen-Anhalts, hat es in kleiner Journalistenrunde in Magdeburg schnell erklärt: Der Bau des Saalekanals wäre ökonomischer Wahnsinn. Dörfler ist zwar vom Umweltschutzverband BUND, er erläutert seinen Widerstand aber gern ökonomisch – das klingt unverfänglicher. Seine Kausalkette, schon hundertmal aufgesagt, geht in etwa so: Ein Schiff muss mindestens 1000 Tonnen laden, damit es sich rechnet. Dafür benötigt es etwa 2,20 Meter Tiefgang. Da die Elbe aber meist nur 1,60 Meter bietet, sei es sinnlos, die Saale teuer aufzurüsten, da der 1000-Tonner dann ja nicht von Halle nach Hamburg kommt. Es sei denn, man würde auch die Elbe auf 2,20 Meter und mehr trimmen und dem frei fließenden Fluss also mit Staustufen den Garaus machen. Das Ganze gerinnt dann in der Formel: Wer an der Saale baut, staut auch die Elbe.

Das zieht. Das wird gesendet und geschrieben – seit mehr als zehn Jahren. Viele Politiker reden so, Experten auch, das Umweltbundesamt ebenso, und auch die Kirche hat Dörfler ziemlich auf seiner Seite. Der Fluss ist heilig. Wer mag da noch widersprechen?Der Trick

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Mail von Dr. Ernst Paul Dörfler

-------Originalmeldung-------
Von: Dr Ernst Paul Dörfler
Datum: 12.05.2010 10:07:31
An: Dr Ernst Paul Dörfler

Betreff: Steht der Saale-Elbe-Kanal vor dem Aus?

Liebe Flussfreunde,
anbei eine erfreuliche Nachricht nach fast 20 Jahren Kampf gegen den
Saaleausbau und für den Schutz der Elbe.
Denn wer die Saale ausbaut, will die Elbe ausbauen!
Auch wenn diese Meldung noch kein offizielles "Kanal-Aus" bedeutet, so ist
zumindest ein neuer Sargnagel für das Kanalprojekt geschmiedet!
Nun geht unser Engagement für eine lebendige Elbe mit geschürter Hoffnung
weiter!

Flussgruß

E. Paul Dörfler

Mehr als 300 fordern Saaleseitenkanal


56. Schiffertag in Alsleben an der Saale/Goldener Anker für Landesverkehrsminister Karl-Heinz Daehre

Binnenschifffahrt – ZfB – Nr. 6 Juni 2010

Alsleben. Mehr als 300 Teilnehmer aus 27 Schiffervereinen aus Deutschland und der Schweiz forderten auf ihrem 56. Schiff ertag am 14. und 15. Mai in der Schiff erstadt Alsleben (Saale) in einer Resolution die Aufnahme des Planfeststellungsverfahrens für den Saaleseitenkanal, auch Tornitzkanal genannt.

Die Vereinigten Schiffervereine von Alsleben und Umgebung »Undine« e.V. von 1823 richteten dieses deutschlandweite Treffen von Schiffervereinen aus, das in seiner nunmehr 56jährigen Geschichte erstmals in den neuen Bundesländern stattfand.
»Wir sind stolz darauf, dass Alsleben als Ausrichtungsort auf dem 55. Schiffertag in Minden ohne Gegenstimme bestätigt wurde «, erklärte Ernst-Wilhelm Wehlmann, der Vorsitzende der Vereinigten Schiffervereine
von Alsleben und Umgebung und fügte hinzu: »Wir als die Vereinigten Schiffervereine von Alsleben und Umgebung sehen unsere vordringliche Aufgabe darin, unseren Beitrag für den Erhalt der Saaleschifffahrt
zu leisten.«
Das Programm des 56. Schiffertages stand unter dem Thema: »Die Bedeutung der Wasserstraßen für eine umweltfreundliche und effiziente Verkehrspolitik«. Die Schiffbarmachung der Saale mit dem Saaleseitenkanal stand deshalb im Mittelpunkt der Tagung.

weiterlesen in ZfB – Nr. 6 Juni 2010

Potenziale für Schiffstransporte auf der Saale


Umfrageergebnisse zu Transportpotenzialen für die Saaleschifffahrt 2010 bis 2015, Stand: 07.05.2010

Jahresaufkommen (in t)                                   Binnenschiffsanteil (in t)

Gesamt:       10.485.000                                           2.550.000

Quellen: Angaben vorgenannter Unternehmensführungen in der 18. KW 2010

Zusammenfassende Bemerkungen:

• Die von der Planco Consulting GmbH Essen im Jahr 2004 durchgeführte Bewertung des Vorhabens zum Ausbau der Saale auf der Prognose des
Bundesverkehrswegeplanes 2003 für das Jahr 2015 mit einem Aufkommen der Binnenschifffahrt in Höhe von 1,5 Mio. t erfolgte damit relativ vorsichtig.
• Trotz der anhaltenden Konjunkturflaute haben sich die entsprechenden Umfrageergebnisse Sachsen-Anhalts aus dem Jahre 2007 bestätigt und
damit auch die Notwendigkeit der Maßnahme im Interesse der künftigen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den nationalen und internationalen Märkten.

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Sorgen um Projekte im Land

Infrastruktur

mz-web.de, 21.05.2010, VON MARKUS DECKER UND JOHANNES DÖRRIES

BERLIN/MAGDEBURG/MZ. Ein Brief des Bundesfinanzministeriums mit Sparvorgaben an die anderen Ressorts hat in Sachsen-Anhalt für Unruhe gesorgt. Weil neben dem Verteidigungsetat das Verkehrsressort am stärksten betroffen seien soll, sind Sorgen um Projekte wie der Weiterbau der A 14 in Richtung Schwerin oder der Bau des Saalekanals laut geworden. Landes- und Bundesverkehrsministerium wiesen gestern allerdings Befürchtungen zurück, Kürzungen im Verkehrsetat des Bundes könnten sich negativ auf Projekte in Sachsen-Anhalt auswirken.

Der geplante Weiterbau der A 14 sei nicht zuletzt durch die finanzielle Beteiligung der EU gesichert, betonte Harald Kreibich, Sprecher des Magdeburger Verkehrsministeriums. Die Verlängerung der A 14 sei in der bis 2013 laufenden Förderperiode verankert, die EU trage mehr als 40 Prozent der Kosten. "Das Projekt ist nicht einmal Diskussionsgegenstand", sagt er. Auch bei dem umstrittenen Saalekanal sieht Kreibich das Land auf der sicheren Seite. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Bund von dem Vorhaben verabschiedet." Er verweist dabei auf das "günstige Kosten-Nutzen-Verhältnis", das besser sei als bei anderen Infrastrukturprojekten des Bundes.

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Schiffsgütertransporte auf Saale und Elbe


Brief an Bundesminister Ramsauer von Eberhard Zorn

Ehrhard Zorn, Myrtenweg 6                           06122 Halle/S. ,25.05.10

Bundesministerium für Verkehr,
Minister Dr. Peter Ramsauer
Invalidenstr. 44
10 115 Berlin

Betr.: Schiffsgütertransporte auf Saale und Elbe

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer ,

herzlichen Dank für Ihr Engagement im deutschen Verkehrswesen. In der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.05.2010 lasen wir, dass Sie trotz der notwendigen Sparmaßnahmen mit der EURO- Krise die Projekte A 14 und Saalekanal bei Tornitz (8 km) mit Ihrer Kraft unter­stützen wollen.
Wir Anwohner von Saale und EIbe bedauern es sehr und können es nicht verstehen, dass in unserem sonst so fortschrittlichen Deutschland, die Schiffsgütertransporte in Mitteldeutschland fast zum Erliegen gekommen sind....

Sie, Herr Minister Ramsauer sind der Einzige, der dieses gegenwärtige Dilemma lösen kann. Helfen Sie der gesamten Region Mitteldeutschland. Die Menschen werden Ihnen dankbar sein. Sie, Herr Minister sind der richtige Mann an der Spitze, der sich von den Schlaumeiern und Neinsagern nicht so beeinflussen lassen wird wie Ihre Vorgänger.

Vielleicht erleben wir es noch:
Eine Schiffsreise von Leipzig nach Hamburg oder ins Ruhrgebiet.

Freundliche Grüße, Ihr
Ehrhard Zorn

Lesen Sie den Brief

 

Podiumsdiskussion: "Sachsen-Anhalt braucht den Saaleausbau"


Veranstaltung im Hafen Halle (Saale) am 1. Juni 10:00 Uhr


unmittelbar vor dem Entschluss der Bundesregierung über die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens zum Bau des Elbe-Saale-Kanals möchte ich die Möglichkeit ergreifen und ein Signal der Geschlossenheit für die Notwendigkeit des Kanals nach Berlin senden.
Daher lade ich Sie herzlich zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion am 01.06.2010 um 10:00 Uhr in den Hafen Halle ein.
Unter dem Titel: "Sachsen-Anhalt braucht den Saaleausbau" werden namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft die Bedeutung für die Region erörtern. Die Podiumsdiskussion wird der bekannte MDR-Reporter Theo M. Lies moderieren.
Programm

Schiffsrekord auf der Elbe



Die Katharina von Bora gehört zu den insgesamt drei Schiffen, mit denen der Flussreise-Anbieter Nicko Tours derzeit auf der Elbe unterwegs ist, um die hohe Nachfrage zu befriedigen.Foto: PR

Sächsische Zeitung, 23. Mai 2010, Von Peter Anderson

In den drei sächsischen Häfen wurden im März so viele Güter umgeschlagen wie seit 1990 nicht mehr. Dank des vielen Regens ist der Fluss gut gefüllt.

Das niederschlagsreiche Frühjahr lässt Sachsens Kapitäne jubeln. „Im Güterumschlag haben wir insgesamt ein Plus von rund 20 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres erreicht“, sagte am Freitag Kapitän Detlef Bütow, Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH. Wesentlich mit beigetragen zu dem guten Ergebnis des Logistikunternehmens habe die Binnenschifffahrt. Dort sei ein Zuwachs von 21000 Tonnen bei den umgeschlagenen Schiffsgütern erzielt worden, so Bütow auf SZ-Nachfrage. Das Unternehmen bietet darüber hinaus auch Dienstleistungen auf Straße und Schiene an.Langen Winter ausgeglichenDie Zahlen sind um so bemerkenswerter, als die Kanäle im nördlichen Einzugsgebiet der Elbe 2010 ungewöhnlich lange durch Eisgang versperrt waren. So konnte eine in Laubegast für Kenia gefertigte Fähre erst Anfang März auf die Reise nach Hamburg gehen.Neben dem hohen Wasserstand der Elbe nennt Bütow eine bessere Auftragslage bei den Firmen als Grund für die positive Quartalsbilanz der Binnenhäfen. Gerade der Container-Verkehr habe sich deutlich gesteigert, so der Kapitän.

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