eingetragen am: 08.02.2012 um 15:02 Uhr, Alter: 102 Tag(e)

Das Elbstromgebiet im Rahmen intermodaler Transportketten

Verladertag in der Handelskammer Hamburg

Begrüßung und Moderation Christine Beine, Leiterin der Abteilung Verkehr, Hafen, Schifffahrt,

Am 31. Januar 2012 fand eine Informationsveranstaltung  über die aktuellen Nutzungsmöglichkeiten der Elbe als Verkehrsweg in der Handelskammer Hamburg statt.  Die Thematik einer Verkehrsverlagerung auf den Wasserweg stieß auf großes Interesse, über 130 Teilnehmer  folgten der Einladung des Vereins zur Förderung des Elbstromgebietes e.V. (Elbstromverein)

 

 

Die Bedeutung der Elbe als leistungsfähigen Transportweg im Rahmen trimodaler Transportketten stellte  Peter Plewa, Vorsitzender des Elbstromvereins, in seinem Vortrag dar. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Transportwachstums und der  zunehmenden Kapazitätsengpässe auf Schiene und Straße könne das  enorme Potential der Elbe eine deutliche Entlastung bringen. 

 

 

 


Power-Point-Präsentation zum Vortrag 

 

Die Bedeutung der Elbe als natürliche Verbindung zwischen dem Hinterland und der Metropolregion Hamburg  sowie ökonomische Vorteile des Transportes auf dem Wasserweg, wie z. B.  Preisvorteile  bis zu 28% im Containertransport oder auch Grundlage für Standortentscheidungen bei  Produzenten im Maschinen- und Anlagenbau, führte  Stefan Kunze, Hafen Hamburg Marketing e.V. , aus.

 

 


Power-Point-Präsentation zum Vortrag

 
Möglichkeiten einer qualifizierten Beratung und Prüfung  von Verlagerungsvarianten wurden von Markus Nölke, Geschäftsführer des ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center, vorgestellt.

 

 


Power-Point-Präsentation zum Vortrag 

 

Auf besonderes Interesse bei den Teilnehmern stießen die Praxisbeispiele für erfolgreiche Transportketten auf der Elbe. So wurden am Beispiel von Massenguttransporten zum Hafen Wittenberge stabile und zuverlässige Lösungen auch bei schlechten Wasserständen gefunden.  Auch der Transport von Rotorblättern für Windenergieanlagen ist mittlerweile zu einem regelmäßigen Geschäft geworden, wobei aufgrund der zunehmenden Längen der Blätter ständige Innovationen in der Kette notwendig werden. Gerhard Oswald, Geschäftsführer der TFG International, leitete aus den Erfahrungen trimodaler Transportketten, die Anfang des Jahrtausends unter dem Namen „Take three“ durch sein Unternehmen vermarktet wurden, sowie aktueller Marktanforderungen im Containertransport notwendige Innovationen der Binnenschifffahrt für eine Einbeziehung dieses Verkehrsträgers in das heutige Angebot der TFG ab.

„Trotz noch unzureichender Schifffahrtsverhältnisse auf der Elbe gibt es bereits erfreuliche Logistikangebote und Planungen“, fasste Peter Plewa  die Beiträge und Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung  zusammen. Die Wirtschaft in Deutschland und der Tschechischen Republik müsse sich aber darauf verlassen können, dass bei Gütertransporten über die Elbe die Tauchtiefen nicht durch Untiefen beeinträchtigt werden. Man vertraue hier auf die Zusage der Bundesregierung und erwartet, dass durch das vorgesehene „Gesamtkonzept für die Elbe“ diese Zusage nicht relativiert wird.

Die Veranstaltung wurde vom Verein zur Förderung des Elbstromgebietes e.V. in enger Kooperation mit Hafen Hamburg Marketing e.V., der Handelskammer Hamburg, dem ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center und der Kammerunion Elbe/Oder durchgeführt.