eingetragen am: 25.01.2012 um 17:17 Uhr, Alter: 28 Tag(e)

Diskussion zum Saale-Kanal ohne Widerpart

Befürworter ignorieren Einladung der studentischen Interessengemeinschaft "Wurzelwerk"

MZ-Bernburg berichtet ausführlich über spärlich besuchtes „Montagsforum" der Grünen in Bernburg

BERNBURG/atz - Leider hatten die Befürworter des Saale-Schleusenkanals zwischen Calbe und Barby die Einladung der studentischen Interessengemeinschaft „Wurzelwerk" nicht angenommen. So blieben die Gegner des Kanals, zu denen vor allem der Biologe und Elbe-Kenner Ernst Paul Dörfler gehört, beim „Montagsforum" der Grünen in Bernburg weitgehend unter sich. Dabei wäre an diesem Abend eine passende Gelegenheit gewesen, sich seinen eigenen Eindruck über Pro- und Kontra-Argumente zu bilden.
Bekanntlich hatte im vergangenen Jahr die Abstufung der Saale zu einer so genannten Restwasserstraße durch das Bundesverkehrsministerium für erheblichen Wirbel bis zum Verkehrsministerium des Landes gesorgt. Daraufhin hatte sich mit Unterstützung des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt das so genannte Saalebündnis gegründet. Als Adresse für das Bündnis wird seitdem Landrat Ulrich Gerstner (SPD) genannt. Doch auch ein Vertreter des Landkreises fehlte an diesem Abend.
Am Dienstag, 31. Januar, soll auch im städtischen Umwelt- und Planungsausschuss ein Papier verabschiedet werden. Darin wird empfohlen, dass der Bernburger Oberbürgermeister damit beauftragt wird, sich für die Anbindung Bernburgs an das überörtlich Wasserstraßennetz und die Ver-wirklichung des Schleusenkanals Tornitz einzusetzen.
Dörfler, der dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angehört, erläuterte in seinem Referat, warum er nichts vor dem Saalekanal hält. 
MZ Bernburg 25.01.2012