eingetragen am: 20.01.2012 um 10:51 Uhr, Alter: 34 Tag(e)
Kanalbrücke erhielt Vorrang vor einer Staustufe in der Elbe
Volksstimme-Serie zur Elbe, Teil 61/1 Planung Wasserstraßenkreuz
Volksstimme, 19.01.2012
Die Stadt am Strom und ihre vielfältigen Verbindungen zur Elbe — darüber schreibt ein Autorenteam in der großangelegten Volksstimme-Serie. Heute geht es um die Planungen zum Wasserstraßenkreuz.
von Lothar Tölle

Magdeburg • Nach Vorbereitung durch die neugegründete WSD Ost (Wasser- und Schifffahrtsdirektion) von Berlin aus wurden durch das noch im Aufbau befindliche WNA ( Wasserstraßenneubauamt) Magdeburg frühzeitig leistungsstarke Ingenieurbüros eingebunden, um einerseits das Planfeststellungsverfahren schnell vorzubereiten und andererseits die Entwurfs- und Ausschreibungsplanung in möglichst kurzer Zeit voranzutreiben. Das offizielle Gründungsdatum des WNA Magdeburg war der 1. Januar 1992 und erster Amtsleiter war dann der Leitende (Ltd.) Baudirektor Friedrich-Wilhelm Aufderheide bis September 1998, gefolgt von Ltd. Baudirektor Thomas Menzel, dem heutigen Präsidenten der WSD Ost in Magdeburg.
Von Oktober 1991 bis März 1992 gab es eine präzisierte Vorplanung für die Kanalbrücke (Büro Grassl/ Prof. Winking, Hamburg), für die Schleusen und Strecken (Rhein-Main-Donau AG), für die Hafenanbindung (Büro Lackner&Partner, Bremen) und für die damals noch als Alternativvariante betrachtete Staustufe bei Niegripp (Büro Lahmeyer mit Hydroprojekt International).
Diese Vorarbeiten lieferten die Grundlage für die endgültige Entscheidung 1992 zugunsten der später verwirklichten Lösung mit der Kanalbrücke ohne Staustufe.
Seitdem sind auch weitere Staustufen in der deutschen Elbe bei der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung (WSV) kein Thema mehr, zum einen wegen der heute damit verbundenen ökolgischen Probleme und zum anderen wegen des untragbar geringen Nutzen-Kosten-Verhältnisses für eine durchgehende Stauregelung der deutschen Elbestrecke.
Behauptungen sind völlig aus der Luft gegriffen
Alle anders lautenden Behauptungen, Vermutungen und diesbezügliche Unterstellungen sind seitdem also völlig aus der Luft gegriffen, werden aber wider besseres Wissen leider immer wieder kolportiert. ... weiterlesen
