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- Vom Urstromtal zur Kulturlandschaft
- Begriffe und Definitionen aus dem Wasserbau
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- Wieviel Schiff verträgt die Elbe und Saale?
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Begriffe und Definitionen aus dem Wasserbau
Um Planungen jeglicher Art für einen Flusslauf vornehmen zu können, sind umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Diese erstrecken sich auf die Herstellung von Lage- und Höhenplänen, Längsschnitte, Querschnitte, Untersuchungen der Geschiebebewegung und Eisabfuhr, Geschwindigkeits- und Abflussmengenmessung (Q) und Wasserstandsbeobachtungen (W).
Wasserstandsbeobachtung W
Wasserstände werden an Lattenpegeln abgelesen. Das sind lotrechte oder schräg liegende Maßstäbe im Wasser, deren Nullpunkt so gewählt wird, dass er immer unterhalb des niedrigsten Wasserstandes liegt. Somit entstehen keine negativen Werte. Der Nullpunkt ist auf eine Höhe über NN (Normal Null) bezogen. Der abgelesene Pegelwert entspricht nicht der Wassertiefe an dieser Stelle. Die Wassertiefe ergibt sich, wenn man von dem Pegelwert des Wasserstandes den Pegelwert der Flusssohle abzieht. Die Flusssohle wird durch Peilungen gemessen. Die Addition des Pegelwertes und zugehöriger Höhe des Pegelnullpunktes über NN gibt den Wasserstand bezogen auf m ü. NN an. Heutzutage werden die Ablesungen zusätzlich durch elektronische Messwertgeber unterstützt.
Aus den Ablesungen in der zeitlichen Reihenfolge entsteht die Ganglinie. Ordnet man die Wasserstände nach der Größe entsteht die Häufigkeitslinie. Aus dieser Linie kann die Häufigkeit der einzelnen Wasserstände abgelesen werden. Das Mittelwasser ist der Wasserstand, der genau so oft unter- wie überschritten wird. Das Mittelwasser ist je nach dem, ob es sich um ein trockenes oder nasses Jahr handelt, unterschiedlich. Um einen statistischen Ausgleich zu erhalten, werden die jeweiligen Jahresganglinien eines Zeitraumes (z.B. 10 Jahre) zusammengefasst und gemittelt. So entsteht z.B. ein Mittelwasser der Jahresreihe 1996/2005.
| Wasserstände/Abflüsse | Werte am Pegel Strombrücke MD 1991/2000 | |
|---|---|---|
| NNW | niedrigster überhaupt bekannter Wasserstand (cm) | 48 |
| NNQ | niedrigste überhaupt bekannte Abflussmenge (m3/s) | 142 |
| NW | niedrigster Wasserstand | 76 |
| NQ | niedrigste Abflussmenge | 197 |
| MNW | mittlerer niedrigster Wasserstand | 91 |
| MW | Mittelwasser | 189 |
| MQ | mittlere Abflussmenge | 464 |
| MHW/MHQ | 429/1680 | |
| HW/HQ | Abk. f. die Hochwasserstände | 557/2840 |
| HHW/HHQ | 701/4770 |
Weitere wichtige Werte, wie GLW und BW werden in dem Beitrag Wie viel Schiff verträgt die Elbe und Saale? erläutert.




