- Wussten Sie…?
- Die Entwicklung der Binnenschifffahrt auf der Elbe
- Der Domfelsen
- Vom Urstromtal zur Kulturlandschaft
- Begriffe und Definitionen aus dem Wasserbau
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Der Domfelsen
Vor ca. 320 Mio. Jahren entstand die Variskische Faltung. Dieser Faltengebirgsgürtel erstreckt sich über West-, Mittel- und Südeuropa. Während ein großer Teil von jüngeren Sedimenten bedeckt ist, ragen andere Gebiete hervor. Diese werden als Massive bezeichnet.
Dazu gehören in Deutschland das Rheinische Schiefergebirge und der Harz, das Thüringische und das Fränkische Schiefergebirge, sowie Teile des Böhmischen Massivs. Ebenfalls in diesem Zeitraum ist die Roßlau-Flechtinger Scholle herausgehoben worden. Der bis zu 179 m hohe Flechtinger Höhenzug ist ein waldreicher und hügeliger Höhenzug im nordwestlichen Sachsen-Anhalt.
An der Oberfläche stehen alte Gesteine aus vulkanischen und Sedimentgesteinen aus dem Karbon an.
Eine weitere bekannte Aufragung ist der Magdeburger Domfelsen, der sich in der Elbe fortsetzt und eine natürliche Schwelle darstellt. Diese Einengung des Flusses bewirkt eine Fließ-geschwindigkeitszunahme. Sie beträgt jeweils an den 3 Felsenrippen Domfelsen, Petriförder und Herren-krug ca. 2 m/s; in den übrigen Elbestrecken beträgt sie ca. 1 m/s.
Das Elbeurstromtal entstand wahrscheinlich vor etwa 22000 bis 18000 Jahren und dem Ende der Vergletscherung Norddeutschlands vor etwa 14500 Jahren. Vor 9500 Jahren ging die Eiszeit schlagartig zu Ende durch einen Temperaturanstieg um ca. 5 °C.
Als Urstromtal bezeichnet man heute die Strecke von Genthin bis Cuxhaven. Das Elbeurstromtal nahm das Schmelzwasser auf und führte es in die Nordsee, die seinerzeit 120m unter heutigem Niveau lag; die damalige Küstenlinie lag 600 km nördlich.
Der Domfelsen ist ein rötliches Festgestein, das durch tertiäre Ablagerungen (Grünsand) und andere Lockergesteine überdeckt wird. Der Magdeburger Dom ist auf dem Grünsand gegründet.


