Elbe-Saale-Nachrichten

 Logo VHdS Saaleverein e. V.  Logo Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein e. V.
Portrait Manfred Sprinzek

###SALUTATION###,
mit dieser Nachricht erhalten Sie aktuelle Neuigkeiten des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt e. V. sowie des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e. V..

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr
Manfred Sprinzek

Lesen Sie heute:

Längere Schleusenzeiten an Saale ertrotzt

Foto Lutz Winkler, V.l.: Rüdiger Ruwolt, Schiffseigner und Kapitän des Fahrgastschiffs »Händel II«, Manfred Sprinzek, Pressesprecher des VHdS, und Detlef Furchheim, Schiffseigner und Kapitän der »Capt‘n Fu« sind mit den längeren Öffnungszeiten der Schleusen weiter gut im Geschäft.

Binnenschifffahrt – ZfB – 2017 – Nr. 8, von Christian Knoll

Auf der Saale oberhalb von Halle-Trotha und weiter bis zur Unstrut sind etwa fünfzehn Fahrgastschiffe im Einsatz, die von Mai bis Oktober gute Geschäfte machen. Eine wichtige Einnahmequelle sind Abendfahrten, für die jedoch längere Schleusenzeiten nötig sind.

Von Mai bis Oktober sind Abendfahrten mit Sonnenuntergängen sehr gefragt. Umso verwunderter waren die Saaleschiffer, als die Wasserund Schifffahrtsverwaltung (WSV) im Frühjahr die Schleusenzeiten zwischen dem 1. Mai und dem 15. Oktober für dieses Jahr nur von 9.30 Uhr bis 19.00 Uhr festlegte, was Abendfahrten unmöglich machen und Ertragsausfälle mit sich bringen würde. Mit Unterstützung des Vereins zur Hebung der Saaleschiffahrt (VHdS), des Saalebündnisses sowie der Stadtverwaltungen von Halle/Saale, Merseburg und Leuna, in deren Gebieten auch die Fahrgastschiffe unterwegs sind, wurde Protest eingelegt. Reeder Rüdiger Ruwolt wollte die beschränkten Öffnungszeiten nicht hinnehmen. »In den Jahren zuvor konnten wir doch auch Abendfahrten anbieten, was für uns alle vorteilhaft war«, erinnert er sich. Man wollte daher nicht einsehen, gerade in der Urlaubszeit, in der das Interesse an solchen Angeboten am größten sei, in diesem Jahr darauf verzichten zu müssen. Das WSA Magdeburg habe die Forderungen akzeptiert und beschlossen, dass die Schiffe in der Region Halle-Merseburg auch abends die Schleusen gegen entsprechende Gebühren nutzen könnten. Man habe erwirkt, dass von Halle nach Wettin oder bis Calbe/Saale die Schleusen von 7 bis 19 Uhr und an Wochenenden bis 21 Uhr zur Verfügung stünden. Dies sei ein Teilerfolg mit dem man leben könne, so Ruwolt.   .... weiterlesen

Grundinstandsetzung Wehr Calbe

Spundwandarbeiten vom Ponton im Oberwasser des Wehres

Baubeginn mit erstem Rammschlag

Pressemitteilung,

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg
Fürstenwallstraße 19/20
39104 Magdeburg
11. August 2017
Christian Jöckel

Mit dem ersten Rammschlag am 10. August 2017 hat die der Bauausführung der Grundinstandsetzung des Wehres Calbe, Saale km 20,1 begonnen. Die Grundinstandsetzung des Wehres ist aufgrund des schlechten Bauwerkszustands erforderlich, denn mit Unterspülungen und Rissen vornehmlich an der Betonplatte des Wehrrückens der höchsten Schadensklasse 4 ist das Wehr wesentlich geschädigt. Das am 08. März 2017 eröffnete öffentliche Vergabeverfahren nach VOB wurde mit der Beauftragung am 19. Mai 2017 verzögerungsfrei abgeschlossen. Zur Optimierung der Baukosten wurde das Vergabeverfahren gemeinsam mit einer Sicherungsmaßnahme am Rathaus der Stadt Calbe durchgeführt. Auftragnehmer der beiden Baulose im Auftrag der Stadt Calbe und des WSA Magdeburg ist die Firma Streicher Tief- und Ingenieurbau aus Jens, Niederlassung Königs-Wusterhausen. Direkt mit der Beauftragung begann die vorlaufende technische Planung für die Grundinstandsetzung des Wehres. Nachdem ab Mitte Juli die Baustelle eingerichtet wurde und die schwimmenden Einheiten bereit stehen, beginnt die eigentliche Bauausführung mit dem ersten Rammschlag. Um während der Bauausführung den Wasserabfluss aufrechterhalten, erfolgt die Grundinstandsetzung in zwei Bauabschnitten entsprechend der Einteilung der beiden rund 72 m breiten Wehrfelder.   ....weiterlesen

Elbe soll ganzjährig schiffbar sein

Motorschiff Wiebke, Heimathafen Schönebeck, beladen zu Tal in Magdeburg Foto: Ingo Klinder

Nordwest-Zeitung, 09.08.2017, von Violetta Kuhn

Die Wasserstände sind für die Binnenschifffahrt unberechenbar. Oft machen sie jede Fahrt auf der Elbe unmöglich.

Hamburg/Stade Für Unternehmen, die die Elbe als Transportweg brauchen, ist der 1100 Kilometer lange Fluss ein extrem unberechenbarer Geschäftspartner.

 

„Das Problem sind die Wasserstände, die das Jahr über keine kontinuierliche Fahrt zulassen“, sagt René Oloff, der den Hamburger Standort der Deutschen Binnen-Reederei leitet. Die Kunden wollten aber das ganze Jahr beliefert werden. Nun gibt es für die Wirtschaft neue Hoffnung, dass der Fluss bald für den Güterverkehr gezähmt wird. Grund ist das Gesamtkonzept Elbe, ein Papier, das Naturschützer und Vertreter der Schifffahrt dreieinhalb Jahre lang gemeinsam ausgehandelt haben.

Es wurde im Januar beschlossen und sieht vor, die Elbe künftig mehr als elf Monate im Jahr für Schiffe befahrbar zu machen – mit einer durchschnittlich 1,40 Meter tiefen Fahrrinne. Bedingung: Dafür nötige Maßnahmen dürfen der Natur nicht schaden. Im Juni hat sich dazu auch der Bundestag geäußert.

Zwei Knackpunkte macht Stefan Kunze, Vorsitzender des Vereins Elbe-Allianz, aus. Einer ist die Strecke zwischen Elster- und Saalemündung. Dem Elektronischen Wasserstraßen Informationsservice Elwis zufolge lag die Fahrrinnentiefe hier im vergangenen Jahr an 285 Tagen unter 2,02 Meter – diese Tiefe brauchen Schiffe für den Transport von Massengütern. An 98 Tagen war die Rinne nicht einmal 1,40 Meter tief.

„Das ist der kritischste Bereich“, sagt Kunze. „Wir haben Erosion, die Elbe gräbt sich ein.“ Andernorts entstünden dadurch Sandbänke, die für Schiffe unüberwindliche Hindernisse sein können. Was also kann getan werden, damit diese Engpässe verschwinden? Man könne Buhnen bauen, eine Art kleine Landzungen, die vom Ufer aus ins Wasser ragen. Sie erhöhen die Fließgeschwindigkeit, Sediment wird abgetragen und die Fahrrinne wird tiefer.   .... weiterlesen

Wird die Elbe doch noch zum Güter-Highway?

Containerschubverband mit 4 Schubleichtern und mind. 224 TEU in der Talfahrt oberhalb der Sternbrücke in Magdeburg, Foto: Ingo Klinder

Volksstimme,

Die Problemliste der Elbe ist lang. Jetzt wittert die Wirtschaft Chancen für die Güterschifffahrt. Doch Umweltschützer schlagen Alarm.

Dresden (dpa)  Die Elbe ist ein launischer Fluss. Mal erlaubt sie, dass Güterschiffe Ladung auf ihr hin- und herschippern. Doch oft macht sie ihnen an vielen Stellen jede Fahrt unmöglich. Für Unternehmen, die die Elbe als Transportweg brauchen, ist der 1100 Kilometer lange Fluss ein extrem unberechenbarer Geschäftspartner.

"Das Problem sind die Wasserstände, die das Jahr über keine kontinuierliche Fahrt zulassen", sagt René Oloff, der den Hamburger Standort der Deutschen Binnen-Reederei leitet. "Das unterbricht den Service. Die Kunden wollen aber das ganze Jahr über beliefert werden." Die drei Siemens-Werke in Görlitz, Dresden und Erfurt, wo Turbinen, Transformatoren und Generatoren hergestellt werden, sind auf den Fluss angewiesen. Manche Maschinen könnten nur über den Wasserweg transportiert werden, weil sie zu groß und zu schwer für Schiene oder Straße seien, heißt es hier. "Wenn die Elbe längere Zeit nicht schiffbar ist, kann daraus Lieferverzug entstehen."

Hoffnung für die Wirtschaft

Die Menge der auf der Elbe verschifften Güter hat sich – wohl auch deshalb – auf einem sehr niedrigen Niveau eingependelt. Das Wasser und Schifffahrtsamt in Magdeburg zählte im vergangenen Jahr gerade einmal 0,35 Millionen Tonnen Waren – der zweitniedrigste Wert seit 1997. Zum Vergleich: Im Elbegebiet, zu dem auch die angrenzenden Kanäle gehören, waren es knapp 18 Millionen Tonnen. Nun gibt es für die Wirtschaft neue Hoffnung, dass der Fluss bald für den Güterverkehr gezähmt wird. Grund ist das Gesamtkonzept Elbe, ein Papier, das Naturschützer und Vertreter der Schifffahrt dreieinhalb Jahre lang gemeinsam ausgehandelt haben.

Es wurde im Januar beschlossen und sieht vor, die Elbe künftig mehr als elf Monate im Jahr für Schiffe befahrbar zu machen – mit einer durchschnittlich 1,40 Meter tiefen Fahrrinne. Bedingung: Dafür nötige Maßnahmen dürfen der Natur nicht schaden. Im Juni hat sich dazu auch der Bundestag geäußert. Ein seit 2002 geltender Ausbaustopp ist seitdem faktisch aufgehoben. "Dadurch entsteht jetzt die Möglichkeit, die Elbe wieder anzupassen", sagt Stefan Kunze, Vorsitzender des Vereins Elbe-Allianz. Derzeit seien eigentlich schon 95 Prozent des Flusses für Schiffe in Ordnung. Aber fünf Prozent müssten "angepackt" werden, sagt Kunze.     ... weiterlesen


BAG-Studie: Lkw hängt Bahn und Binnenschiff weiter ab

Verkehrsrundschau, 07. August 2017

Laut BAG-Marktbericht war 2016 trotz Wirtschaftswachstum die Güterverkehrsleistung in Deutschland rückläufig. Als einziger Verkehrsträger legte der Lkw zu, während Binnenschiff und Bahn Einbußen verzeichneten.

Neuer Tiefpunkt für die Binnenschifffahrt

Der einzige Verkehrsträger, der keine Einbußen zu verzeichnen hatte, war der Lkw. Hier stieg die Güterverkehrsleistung 2016 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Schienengüterverkehr hingegen musste sich mit einem Minus von 0,4 Prozent begnügen. Noch schlechter verlief das Jahr für die Binnenschifffahrt, die bei der Verkehrsleistung einen Rückgang von 1,8 Prozent verkraften musste. Mit 54,3 Milliarden Tonnenkilometer wurde der niedrigste Wert für die Binnenschifffahrt seit der Jahrtausendwende registriert. Ein neuerlicher Tiefpunkt für die Branche.  ... weiterlesen

Nachruf für den ERSTU-Generalsekretär Günter Hartkopf

Günter Hartkopf 25.04.1944 – 17.07.2017 Foto: ERSTU

Presseinformation       

Bildergebnis für ERSTU

In tiefer Trauer teile wir mit, dass der langjährige Generalsekretär der European River-Sea-Transport Union e.V. (ERSTU), Günter Hartkopf, am Montag, dem 17.07.2017, im Park-Klinikum Berlin-Weißensee nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. Er verstarb kurz nach dem 20jährigen Jubiläum der ERSTU, das auf der 40. Präsidiumstagung und der XX. Mitgliederversammlung am 26.06.2017 feierlich begangen wurde. Am 25. April 1944 wurde Günter Hartkopf geboren. Schon in seiner Jugend interessierte er sich für die Schifffahrt. Sein Jugendtraum wurde zu seinem Beruf. Sein ganzes Leben hat er der Binnenschifffahrt gewidmet.  ... weiterlesen                

Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an kontakt@elbe-saale-vereine.de mit dem Betreff: Newsletterabmeldung-Elbe-Saale-Nachrichten.

Die beim VHdS e. V. von Ihnen erhobenen Daten werden ausschließlich für die Durchführung des Newsletter-Versandes genutzt und nicht an Dritte weitergegeben.

Redaktion:

Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt e. V.

Logo VHdS Internet: http://www.saaleverein.de
Anschrift: VHdS e. V., Alter Markt 28, 06108 Halle (Saale)
Telefon: +49 (0)345 / 2037663, Telefax: +49 (0)345 / 2037665
E-Mail: info@saaleverein.de
Ansprechpartner: Herr Manfred Sprinzek (Präsident)

Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein e. V.

Logo SHV Internet: http://www.shv-oberelbe.de
Postanschrift: Magdeburger Str. 58, 01067 Dresden
Telefon: +49 (0)351 / 4982201, Telefax: +49 (0)351 / 4982202
E-Mail: info@binnenhafen-sachsen.de
Ansprechpartner: Kapitän Detlef Bütow (Vorsitzender)

Urheber:

Alle Beiträge dieses Newsletters sind urheberrechtlich geschützt. Der Newsletter darf nur weiterversendet oder in Online-Medien bereitgestellt werden, wenn dies komplett und ohne Änderungen geschieht.

Copyright/Inhalte: © Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt e. V.

V.i.S.d.P.: Manfred Sprinzek