eingetragen am: 20.12.2017 um 09:59 Uhr, Alter: 125 Tag(e)

Quo vadis, Saalekämpfer?

VHdS e. V. und Saale-Bündnis müssen sich neu fokussieren

Manfred Sprinzek, Präsident VHdS, Rüdiger Ruwolt, Schiffseigner und Kapitän der HÄNDEL II und Detlef Furchheim, Schiffseigner und Kapitän der CAPT‘N FU

SUT 1|2018

Der Kampf war ein langer und schwieriger. Mehr als zwei Jahrzehnte war der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) aus Halle der Fürsprecher und Vorkämpfer für den Ausbau der Saale. Seit August 2011 agiert der Verein innerhalb des starken Saale-Bündnisses an vorderster Front. Viel ist seitdem passiert. Zeit für eine Bilanz.

So richtig einig waren sich öffentliche Instanzen und die Medien nie. Einmal sprach man vom Saale-Kanal, dann wieder vom Saale-Seitenkanal, manchmal vom Schleusenkanal Tornitz und ganz selten auch vom Elbe-Saale-Kanal. Besonders die letzte Bezeichnung lässt aus heutiger Sicht aufhorchen, hat man doch von Anfang an eher unbewusst miteinander verbunden, was tatsächlich vernünftig miteinander verbunden gehört: die Bundeswasserstraßen Elbe und Saale. Seit Gründung des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) 1996 in der Saale-Stadt Halle standen deutliche Verbesserungen der Schifffahrtsbedingungen auf dem Elbe-Nebenfluss im Fokus der Arbeit. Die wirtschaftlich und touristisch wichtige Anbindung der in Teilen stark mäandernden Saale an die „große“ Elbe und das europäische Binnenschifffahrtsnetz ist das Ziel, für das der VHdS seit jeher eintrat.

Immerhin wurde der Saale-Ausbau 1992 mit vordringlichem Bedarf im Bundesverkehrswegeplan verankert. So wichtig und richtig die kanalseitige Verbindung der beiden Flüsse ist, so hitzig wird seitdem darüber diskutiert. Bis heute fehlt die Umsetzung.

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