eingetragen am: 02.02.2018 um 09:53 Uhr, Alter: 257 Tag(e)

Bringt dieses Modell endlich den Durchbruch?

SCHIFFSHEBEWERK FÜR DEN ANSCHLUSS DES ELSTER-SAALE-KANALS AN DIE WELTMEERE

Elster-Saale-Kanal am Lindenauer Hafen

Bild Leipzig, 30.01.2018,  von JEROME NUSSBAUM UND LUTZ BROSE

Leipzig – Wann bekommt Leipzig endlich einen Anschluss an die Weltmeere?

Wenn es nach Bootsvermieter Stephan Lademann (40) und Buchautor Dirk Becker (52) geht, so schnell wie möglich.

Doch noch immer fehlen dem Elster-Saale-Kanal 7,9 Kilometer bis zur Saale. Und ein Schiffshebewerk, das die seit 1943 unvollendete Schleuse bei Wüsteneutzsch ersetzt. Zumindest das wollen die Mitglieder des Saale-Elster-Kanal Fördervereins jetzt anpacken!

Lademann hat ein Schiffshebewerk im Maßstab 1:100 gebaut, mit dem er Investoren an Land ziehen will. „Das Modell beruht auf einer Computeranimation, die Dirk Becker schon 2010 angefertigt hat“, sagt er.

22 Meter Höhenunterschied sollen mit dem Hebewerk überwunden werden können. „Es soll ein Koloss aus Stahl und Beton werden und neben der Schleusenruine entstehen. 34 Meter hoch, 58 Meter lang, sechs Meter breit. Mit Aussichtsplattform, damit man die Ruine, das Hebewerk selbst und alle Schleusungen beobachten kann. So wäre es auch ein Touristenmagnet.“

Erstmals präsentiert hat er das Modell bei einem Gipfeltreffen im Vereinshaus des Wasserstadt Leipzig e.V. mit Vertretern der Städte Leipzig und Halle. Lademann: „Interesse ist da! Es steht fest, dass mein Modell und alle Pläne dazu in zwei Wochen auf der ‚Beach & Boat‘-Messe vorgestellt werden. Danach zieht es von Rathaus zu Rathaus.“

Die Kosten für das Schiffshebewerk schätzen die Kanal-Visionäre auf 30 Millionen Euro, das letzte Stück Kanal auf mehr als 100 Mio. Euro.

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