eingetragen am: 08.02.2018 um 18:53 Uhr, Alter: 11 Tag(e)

Lobby-Treffen: Auf dem „Seenland-Kongress“ wird wieder für den Kanalbau nach Halle und die Schiffbarmachung der Saale getrommelt

Beach & Boat mit Lobby-Treffen

Auftakt zum 9. Seenland-Kongress auf der Beach & Boat 2017. Foto: Leipziger Messe / Tom Schulze

Leipziger Internetzeitung 01.02. 2018 

Vom 15. bis 18. Februar findet nicht nur wieder die Wassersportmesse Beach & Boat auf dem Leipziger Messegelände statt, sondern auch der "Seenland-Kongress" am 15. Februar. Am Messedonnerstag dient er als Branchentreffpunkt für die Gewässerlandschaft in der Region, versucht die Leipziger Messe das Ereignis einzuordnen. Was schlicht falsch ist: Hier trifft sich die Motorboot- und Kanalprojekt-Lobby aus Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Oder im Text der Messe: „Hier treten Experten aus Wirtschaft und Verwaltung, Vertreter von Verbänden und Politik in einen Dialog zu Zukunftsfragen rund um die Nutzung, Weiterentwicklung und Vermarktung von Seenlandschaften sowie Wasserstraßen. Zwei Bundesländer, Sachsen und Sachsen-Anhalt, übertragen Entwicklungstendenzen des Bundes auf die mitteldeutsche Gewässerlandschaft.“

Worum geht es?

Man spekuliert auf Bundesgelder zum kanalisierten Ausbau der Saale und zum Weiterbau des Elster-Saale-Kanals. Und darauf, dass der Bund umdenkt und auch Millionen zum Ausbau von Wasserstraßen bereitstellt, die wirtschaftlich überhaupt keine Rolle spielen. Denn Wasserstraßen heißen so, weil sie für wirtschaftliche Transporte gebraucht werden. Nur dann lohnen sich Investitionen. Manche haben ausgedient und werden mittlerweile nur noch touristisch genutzt – zur Freude der Wasserwanderer.

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