eingetragen am: 02.03.2018 um 10:26 Uhr, Alter: 202 Tag(e)

Seenlandkongress Kampf um die Vision Saale-Elster-Kanal

Der Vorsitzende des Saale-Elster-Kanal-Fördervereins, Michael Witfer, zeigt das Modell eines zukünftigen Schiffshebewerks. Foto: Peter Wölk, – Quelle: https://www.mz-web.de/29731286 ©2018

mz-web.de 20.02.18, Von Melain van Alst

Leuna/Leipzig - Die Vision nimmt Gestalt an. Erstmalig gibt es zu der Idee eines Schiffshebewerkes am Saale-Elster-Kanal ein Modell, das unter anderem von Mitgliedern des gleichnamigen Fördervereins gebaut wurde. „Seit 2010 gibt es die Pläne dazu, jetzt haben wir es maßstabsgetreu nachgebaut“, sagt Vereinsmitglied Dirk Becker. Er hat die Pläne erstellt und war auch am Bau des Modells beteiligt. Weder Verein noch die umliegenden Städte wollen die Vision aufgeben, dass eines Tages der Kanal seinem Namen folgend tatsächlich Saale und Elster verbinden könnte. Anlässlich der jüngsten Messe „Beach & Boat“ fand der Seenlandkongress statt, der sich hauptsächlich dem Kanal und seiner möglichen Bedeutung für den Tourismus widmete. Dabei blickten die Teilnehmer auch über den deutschen Tellerrand hinaus, bis nach Schottland. Dort dient ein Schiffshebewerk bereits als Touristenmagnet. Die Vision in Mitteldeutschland ist klar: Elster und Saale sollen miteinander verbunden und die fehlenden sieben Kilometer des Kanals gebaut werden. Da es sich jedoch um eine Bundeswasserstraße handelt, ist der Bund für den Kanal zuständig und da liegt das Problem.

Bundesverkehrsministerium: „Wir planen keinen Lückenschluss.“

Es waren die letzten Worte, die Ministerialdirektor Reinhard Klingen, Leiter der Abteilung Wasserstraßen und Schifffahrt im Bundesverkehrsministerium, bei seinem Vortrag sagte und plötzlich für Stille sorgten: „Wir planen keinen Lückenschluss.“ Er hatte über die Bedeutung des „Blauen Bandes“ und den Wassertourismus gesprochen, der Kanal scheint dort keine Rolle zu spielen.  ..... 

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