Wussten Sie…?
  1. Die Entwicklung der Binnenschifffahrt auf der Elbe
  2. Der Domfelsen
  3. Vom Urstromtal zur Kulturlandschaft
  4. Begriffe und Definitionen aus dem Wasserbau
  5. Buhnen und Streichlinien
  6. Buhnenbau
  7. Mittel zur Regelung eines Flusslaufes
  8. Staustufen
  9. Wieviel Schiff verträgt die Elbe und Saale?
  10. Wasserstrassen – Ein Malheft für Kinder
  11. Der Magdeburger Pegel
  12. Der Verkehrsweg Elbe
  13. Häufig gestellte Fragen
  14. Saale Seiten Kanal Tornitz (SSK Tornitz)

29.05.2012

Fragen und Antworten

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  • Was bedeutet Fahrrinnentiefe, Abladetiefe und Tauchtiefe?

    Die gesamte Wasserbreite eines Flusses nennt man Fahrwasser. Der Talweg, das ist der tiefste Weg innerhalb des Flusses.

    Die Fahrrinne ist die „nutzbare Strasse“ für die Schiffe. Sie ist durch Tonnen oder andere Schifffahrtszeichen gekennzeichnet.

    Die Abmessungen für die Schiffe sind in der Binnenschifffahrtsordnung geregelt. Da in einem Fluss die Wasserstände schwanken, muss der Schiffer entscheiden, wie viel Ladung er an Bord nehmen kann, um zu „schwimmen“. Das Schiff taucht bei der Beladung ein, das ist die Tauchtiefe; die Abladetiefe ist eine Vorgabe, bis zu der beladen werden darf. Für die Reederei ist es wichtig, die Wasserstandsentwicklung eines Flusses in den folgenden Tagen zu kennen, um „schwimmend“ das Ziel zu erreichen.

    Fahrrinnentiefe minus Tauchtiefe ist die berühmte „Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

  • Wann ist Unterhaltung der Wasserstrasse gegeben, wann beginnt der Ausbau?

    Die Elbe ist Ende des 19. Jahrhunderts reguliert worden. Die damals gebauten Uferbefestigungen, Anlegestellen, Brücken und Leitungskreuzungen sind nach damaligem Recht gebaut worden und haben Bestandsschutz. Die Pflege der vorhandenen Bauwerke nennt man Unterhaltungsarbeiten. Diese Arbeiten bedürfen keiner weiteren Genehmigung.

    Verändert man den vorhandenen Bestand wesentlich oder schafft neue Bauwerke, dann wird dies als Ausbau bezeichnet und bedarf in der Regel eines Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahrens.

    Die z. Zt. durchgeführten Unterhaltungsarbeiten haben das Ziel, eine durchgehende Wassertiefe von 1,60 m und mehr auf der Elbe vorzuhalten. Sie war vor dem Hochwasser 2002 vorhanden. Im Jahr 2010 sollen die Arbeiten fertig sein und wird dann laufend erhalten.

  • Wie wirkt sich der Flussbau auf die Kulturlandschaft aus?

    In dem „Wussten Sie…?“-Beitrag: „Vom Urstromtal zur Kulturlandschaft“ sind einige Argumente bereits erläutert. Letztendlich hat der Mensch in seiner Entwicklung sein Umfeld geschaffen und durch Hochwasserschutz, Landwirtschaftliche Nutzung, Besiedlung und Straßenbau die Kulturlandschaft geschaffen.

    Ein Rückbau ist kaum möglich. Wer würde schon sein Haus hinter dem Deich aufgeben und einer Deichrückverlegung zustimmen, wenn die Deicherhöhung ein angemessenes Mittel des Hochwasserschutzes ist.

  • Was ist NNW, NW, MNW, GLW, MW, MHW, HW und HHW?

    Lesen Sie hierzu den „Wussten Sie…?“-Beitrag: „Begriffe und Definitionen aus dem Wasserbau“.

  • Was ist der Pegelnullpunkt?

    Lesen Sie hierzu den “Wussten Sie…?“-Beitrag: „Der Magdeburger Pegel“.

  • Werden in der Elbe Staustufen gebaut?

    Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag festgelegt, dass keine Staustufen in der Elbe gebaut werden. Eine Staustufe im Fluss besteht aus einem Wehr, einer Schleuse und gegebenenfalls einem Kraftwerk. Die Kosten für eine Flussstaustufe würden heute ca. 250 Mio. € kosten. Zwischen Geesthacht und Magdeburg wären rd. 20 Staustufen erforderlich, da bei dem flachen Gefälle der Elbe der Höhenunterschied nicht mit einer Staustufe zu überwinden wäre.

    In einer Nutzen/Kostenanalyse aus dem Jahr 1992 wurde diese Variante mit 1: 12,3 bewertet, d. h. wenn man 12,3 € investiert erhält man 1 € zurück!

  • Was ist eine Wasserstandsganglinie und –dauerlinie (Häufigkeitslinie)? Was sind Überschreitungstage und Unterschreitungstage?

    Die täglichen Pegelwerte zeigen in ihrem Auf und Ab den Wasserstand an. Trägt man die Werte auf einer Zeitachse auf, so stellt sie die Wasserstandsganglinie übers Jahr dar. Ordnet man die einzelnen Wasserstandswerte der Größe nach auf der Zeitachse, dann nennt man diese Darstellung Dauerlinie oder auch Häufigkeitslinie. Aus ihr lässt sich ablesen, dass der Pegelwert 200 an 229 Tagen im Jahr unterschritten wird und an 345-229=116 Tagen überschritten wird.


    Lesen Sie hierzu auch: Begriffe und Definitionen aus dem Wasserbau