Wussten Sie…?
  1. Die Entwicklung der Binnenschifffahrt auf der Elbe
  2. Der Domfelsen
  3. Vom Urstromtal zur Kulturlandschaft
  4. Begriffe und Definitionen aus dem Wasserbau
  5. Buhnen und Streichlinien
  6. Buhnenbau
  7. Mittel zur Regelung eines Flusslaufes
  8. Staustufen
  9. Wieviel Schiff verträgt die Elbe und Saale?
  10. Wasserstrassen – Ein Malheft für Kinder
  11. Der Magdeburger Pegel
  12. Der Verkehrsweg Elbe
  13. Häufig gestellte Fragen
  14. Saale Seiten Kanal Tornitz (SSK Tornitz)

Rolf Lack 26.02.2009

Vom Urstromtal zur Kulturlandschaft

Die Elbe ist mit einer Länge von 1094 km von der Quelle im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven mit einem Einzugsgebiet von 148268 km2 das viertgrößte Flussgebiet Europas.

In den vergangenen Jahrhunderten hat sie ihr Bett oft gewechselt. Auf der Karte sind die einzelnen Läufe erkennbar. Damit war sie für den Hoch-wasserschutz und als Transportweg nicht kalkulierbar. Um den Transportweg für die jeweilige Siedlung zu erhalten, wurde dem Nachbarn manchmal „das Wasser abgegraben“. Die Landesfürsten begannen zum Schutz gegen Hochwasser die Ufer zu befestigen.

Erst nach dem 18. Jahrhundert beginnt die Wasserstrasse Elbe für den Schiffsgüterverkehr eine größere Rolle zu spielen. Im Wiener Friedensvertrag von 1815 wird u. a. die Elbe als schiff-bares Gewässer erklärt und einer grundsätzlichen Gewährleistung auf dauernde Schiffbarkeit unterstellt.

1844 wurde die Additionalakte zur Elbschifffahrtsakte von 1821 verabschiedet, mit dem Ziel, dass jeder Elbuferstaat geeignete Maßnahmen ergreifen sollte. Es sollte ein festes und unverrückbares Bett geschaffen werden, was auch für die gefahrlose Abfuhr von Eis und Hochwasser von Bedeutung war. Es folgten verschiedene Besichtigungsfahrten mit einer Bestandsaufnahme der Elbe. Schon damals waren über 5000 Buhnen und ca. 200 km Deck- und Längswerke vorhanden. Mit der Einrichtung der Elbstrombauverwaltung am 1.4.1866 in Magdeburg unter der preußischen Regierung wurden die verwaltungstechnischen Voraussetzungen für das heutige Erscheinungsbild der Elbe geschaffen. 1892/1893 waren die Ziele der Mittelwasserregulierung erreicht. Das Regelschiff von 700 t konnte fahren. Durch Zunahme der Schiffsgrößen wurde eine Niedrigwasserregulierung sinnvoll. Die Elbe ist durch die Niedrig- und Mittelwasser-regulierung kein natürlich fließender Fluss mehr. Durch die Regulierungen sollten mittels Buhnen, Deck- und Leitwerke eine bestimmte Wassertiefe bei Mittel-, bzw. Niedrigwasser erzielt werden.

Bis zum Jahr 2010 wird die Elbe durch Reparatur der vorhandenen Uferbefestigungen sowie durch örtlich begrenzte Baggerungen in den Abschnitten 2-9 (Dresden - Lauenburg) an mindestens 345 Tagen im Jahr eine Wassertiefe von 1,60 m und mehr haben. In der Elbestrecke 1 (Schöna - Dresden) wird nur eine Tiefe von 1,50 m hergestellt.

Die Elbe ist auf dem Weg von der tschechischen Grenze bis nach Lauenburg in Abschnitte von 1-9 eingeteilt.